Folge 089 - Traumatherapie – ohne Couch und Pendel

Tanja Jakisch

Diese Sendung des „Auf geht’s - der Reha-Podcast!“ steht im Zeichen der Traumatherapie.

Landläufig wird bei Psychologie an das Vorurteil von Couch und Pendel gedacht. Viele Patienten von Tanja Jakisch sind verwundert, wenn sie in ihrer Praxis eine moderne Sitzgruppe finden.

Jede psychologische Therapie bringt ihre Eigenheiten mit. Sei es die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie oder die Traumatherapie. Traumatherapie, so erklärt Tanja Jakisch in dieser Sendung, hat wenig mit den Klischees zu tun.

„Im Rahmen der Traumatherapie geht man gezielt und strukturiert vor. Als erstes muss man schauen, was ist genau passiert? Welche Erinnerungen sind z. B. vom Unfall noch da? Häufig sind es noch Bilder, Abläufe im Kopf, akustische Reize wie z. B. ein Knall. In solchen Fällen werden dann dem Betroffenen Übungen zur Stabilisierung mitgegeben.

So lernt dieser, für die Zeit der Bearbeitung, bis die Symptome abnehmen, etwas zur Entlastung tun zu können, und nicht – wie in der traumatischen Situation – den Symptomen hilflos ausgeliefert zu sein“, so Tanja Jakisch.

Es geht in der Traumatherapie darum, dem Gehirn eine Hilfe zur Verarbeitung des Geschehenen zu geben. In den ersten Therapiestunden wird die Behandlung geplant. Dies bedeutet für die Betroffenen Klarheit und Struktur. Danach können Methoden wie EMDR zum Einsatz kommen.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) arbeitet mit angeleiteten Augenbewegungen. Dabei wird das Gehirn – zumeist durch rhythmische Augenbewegungen – aktiviert. Es kann in der Folge dieser Behandlung unzureichend verarbeitete Erinnerungen und ihre negativen Auswirkungen besser integrieren.

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