Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 119: Moderne Augenprothetik für mehr Lebensqualität: Epithese

Erfolgreich im Berufsleben nach dem schweren Unfall

Sven Döding

Nach einem Unfall versuchen Betroffene meist das Beste aus Ihrer Situation zu machen. "Aufgeben geht nicht", heißt die Devise und das Bestreben nach einer erfolgreichen Rehabilitation, neuer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oder das Arbeit finden in altbekannten und neuen Tätigkeitsbereichen bildet den Mittelpunkt. Sind die Unfallfolgen wie im Fall von Sven Döding jedoch deutlich sichtbar, fügt sich zur gesundheitlichen Problematik die ästhetische Komponente, die weit über die Kosmetik hinaus geht. 

Sven Döding berichtet im Interview davon, wie er nach der Rehabilitation die Ausbildung zum Vermessungstechniker fortführte. Das "Dranbleiben" am Berufsleben war für ihn als jungen Mann die einzige Option, weshalb der nach dem Abschluss der Ausbildung durch Fortbildungen und Qualifizierungen seine Fertigkeiten nachhaltig erweiterte. Parallel dazu musste er vielfältige Operationen bewältigen, um gesundheitliche Verbesserungen sowie ästhetische Aspekte herbeizuführen.

Epithesen als hochwertige Alternative für die gelungene Teilhabe

Nachdem alle herkömmlichen Methoden der Gesichtsrekonstruktion ausgeschöpft waren, rieten ihm Fachleute zu einer Augenepithese, einer hochwertigen Silikonprothese, die individuell an die Optik des Betroffenen angepasst die fehlenden Gesichtsbereiche ersetzen soll. Die Epithese wird dabei mit Magneten im Gesicht platziert, bedarf jedoch der guten Pflege, sorgfältiger Hygiene und regelmäßiger Anpassungen. Er berichtet von den komplexen Anpassungsschritten und den notwendigen Behandlungen, die den erfolgreichen Einsatz der modernen Augenprotetik ermöglicht.

Heute ist Sven Döding mit seinen Kenntnissen als Vermessungstechniker und Verwaltungswirt im öffentlichen Dienst der Bauverwaltung tätig, geht mit gestärktem Selbstbewusstsein durch das Leben und kann auf einen spannenden Erfolgsweg zurückblicken, der ganz sicher noch nicht zu Ende ist. Gleichzeitig macht er anderen Betroffenen Mut, ihren eigenen Weg der Inklusion zu gehen, um auch mit Einschränkungen die Arbeit zu finden, die den persönlichen Neigungen entspricht.

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