Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 145 Reha-Sport und wie er funktioniert

v.l. Andi Eker, Jörg Dommershausen

Eine Reha nach Unfällen ist eine übliche Behandlungsmethode um Schädigungen durch den Unfall entgegenzuwirken. Oft möchten Patienten ihre Behandlung fortsetzen, nachdem zum Beispiel die Verordnung des Unfallchirurgen oder des Orthopäden ausläuft  und wissen aber nicht wie. Hier kommt der Reha-Sport ins Spiel. Aber wie kommt man an eine Reha-Verordnung, wo kann man Reha-Sport betreiben, wer verordnet den Reha-Sport und wie kann man Reha-Sportvereine finden?

Begonnen mit Diplomsport, arbeitet Andi Eker jetzt im Breitensportclub, der auch ein Reha-Sportverein ist und klärt all die offenen Fragen rund um den Reha-Sport. Im BSC ist der Reha-Sport seit 10 Jahren fixer Bestandteil und wird von 300-400 Reha-Sportlern genutzt. Begonnen hat alles mit einem Squash- beziehungsweise Badmintonclub, in Folge dessen dann der Breitensportclub gegründet wurde.

Der Reha-Sport kann von jedem beliebigen Arzt verschrieben. Die übliche Behandlungsdauer besteht aus 50 Einheiten zu je 45 Minuten. „Es ist eine Stunde, die systematisch aufgebaut ist, da sind verschiedene Patienten, es gibt Halswirbelprobleme, Brust- oder Lendenwirbelprobleme, mit Knie oder Hüfte, es sind gemischte Gruppen“, erklärt Andi Eker. Begonnen wird mit einem Warmup, bei dem der Körper aufgewärmt wird, gefolgt von einem Hauptteil in dem die relevanten Muskelgruppen beansprucht werden und beendet wird mit einer Dehnungs- und Erholungsphase. Eine solche Gruppe umfasst 12-15 Personen und je einen Übungsleiter. Bezüglich des Mobilitätsgrades gibt es keine Einschränkungen. Ein oder zwei Mal pro Woche wird trainiert und das längstens 18 Monate.

Die Zielgruppe ist „in der Regel jeder, der Probleme und Beschwerden hat und Büroleute, Schreibtischtäter sozusagen, überwiegend. Meistens Leute mit Erkrankungen im orthopädischen Bereich.“ Sollte nach den verordneten Einheiten der Wunsch nach einer Fortführung des Trainings bestehen, so ist dies nach dem Erwerb einer Mitgliedschaft im BSC ohne weiteres möglich. Und genau darauf zielen auch die Krankenkassen ab, dass man das Training eigenverantwortlich und selbstständig weiterführt.

Wer auf der Suche nach Reha-Sport-Anbietern in der Nähe ist, der kann dies entweder online machen oder aber die Empfehlungen an nächstgelegenen Reha-Sportvereinen der Krankenkasse auf dem Schreiben, das der Verordnung beigelegt ist, probieren. Wer danach noch nicht genug von dem Thema hat dem empfiehlt Andi Eker den Kreuzkrimi „Viel Rücken, wenig Rat“ von Frederik Jötten.

Buchtipp: Viel Rücken. Wenig Rat: Wie ich der Ursache meiner Schmerzen auf die Spur kam. Ein Kreuz-Krimi

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